Falsches, vor allem zu flaches Atmen kann zu
einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen und den Körper in seiner
Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Die Atemtherapie gleicht diese Defizite aus und ermöglicht, in belastenden
Situationen kontrolliert und richtig zu atmen. Die Atemübungen fördern die
Sauerstoffaufnahme und lösen Muskelverspannungen.
Bei einer zu flachen Atmung wird die
Lungenkapazität nicht vollständig ausgenutzt. In den Lungenbläschen
verbleibt ein Teil Restluft. Das kann die Sauerstoffversorgung der
Körpergewebe beeinträchtigen. Gehirn, Muskeln und Organe erreichen nicht
ihre volle Leistungsfähigkeit.
Unter Anleitung eines geschulten Therapeuten ist es möglich, die Atemtechnik
so zu verfeinern, dass sich die Sauerstoffversorgung der Körpergewebe
bessert. Besonderes Augenmerk liegt auf der Zwerchfellatmung.
Für die unterschiedlichen Krankheiten sind
von der physikalischen Medizin komplexe Atemtherapien entwickelt worden.
Bei den Atemübungen soll darauf geachtet
werden, dass es nicht zu einer Hyperventilation kommt. Dabei wird vermehrt
Kohlendioxid eingeatmet, was nach anfänglichem Kribbeln oder Taubheitsgefühl
an Händen, Füßen und in der Mundregion zu Verkrampfungen der Atemmuskulatur
führen kann. Bei Verdacht auf Hyperventilation sollen die
atemtherapeutischen Übungen unterbrochen werden. Hände vor Mund und Nase
nehmen und die ausgeatmete Luft wieder einatmen, hilft die Hyperventilation
wieder zu beenden.
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