Die Arteriosklerose führt zu
Durchblutungsstörungen in verschiedenen Bereichen und Organen des Körpers,
belastet die Nierenfunktion, erhöht den Blutdruck und kann langfristig zu
Schlaganfällen und Herzinfarkten führen. Auch Durchblutungsstörungen, wie
das "Raucherbein" werden durch Arteriosklerose ausgelöst.
Die Chelat-Therapie hat zum Ziel,
gefäßverengende Ablagerungen in den Blutgefäßen aufzulösen.
Dazu bekommen die Patienten den Wirkstoff
EDTA (= Ethylen-Diamin-Tetraacetat) intravenös verabreicht. EDTA ist ein
Chelatbildner. Das bedeutet, es kann unlösliche Stoffe einhüllen und sie auf
diese Weise in eine lösliche Form überführen. So werden beispielsweise im
Körper abgelagerte Schwermetalle aufgeschlossen und können über die Niere
ausgeschieden werden.
Diese Eigenschaft macht EDTA zu einem
anerkannten Mittel bei Schwermetallvergiftungen. Dagegen ist die von den
Chelat-Therapeuten propagierte Wirkung des EDTA gegen Arteriosklerose bisher
noch nicht nachgewiesen.
Die Methode ist auch wegen ihrer möglichen
Nebenwirkungen umstritten. So werden durch das EDTA auch wichtige
Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Körper ausgeschwemmt. Berichtet
wurde auch von Herzrhythmusstörungen und Nierenschädigungen.
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