Der Heilmagnetismus (Magnetotherapie), nach seinem Begründer, dem deutschen
Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1815) auch Mesmerismus genannt, ist eine
Behandlungsmethode, bei der magnetische Heilströme vom Magnetiseur auf den
Kranken übergehen sollen.
Nach Mesmer ist das Weltall von einem "feinen, wellenartig wogenden Fluidum
erfüllt", das er als Magnetismus bezeichnete. Diese Naturkraft durchdringt
den gesamten Kosmos und wirkt auf die Lebensfunktion sämtlicher Lebewesen
ein. Nach Mesmer findet ein wechselweiser Einfluss unter den Himmelskörpern,
der Erde und allen lebenden Wesen statt.
Es werden zwei
Hauptarten von Magnetismus unterschieden:
der tellurische bzw. Erdmagnetismus und der menschliche Magnetismus. Letzter
wird auch Lebensmagnetismus, Heilmagnetismus, animalischer oder tierischer
Magnetismus genannt. Der Lebensmagnetismus ist in jedem Körper vorhanden und
wird von diesem als geistig göttliche Kraft ausgestrahlt.
Mesmer
behandelte seine Patienten anfangs mit Hilfe von Magneten, da er im
menschlichen Körper Eigenschaften erforschte, die mit denjenigen des
Magneten übereinstimmen. Hierzu gehören entgegengesetzte Pole, die
verwandelt, zerstört oder gestärkt werden können. Durch die Ähnlichkeiten
mit dem Magneten nannte er diese Kräfte Magnetismus. Mesmer fand jedoch im
Jahre 1772 heraus, dass auch ohne Anwendung dieser Magneten durch Striche
mit den Händen eigentümliche Wirkungen entstanden, die sich auf keine der
bisherigen Weisen erklären ließen und eine eigentümliche Kraft im Menschen
bekundeten.
Menschen
mit starker magnetischer Ausstrahlung sind in der Lage, erkrankte Menschen
zu heilen. Die heilende Kraft wird hierbei durch Berühren oder Bestreichen
vom Magnetiseur auf den Kranken übertragen.
Jeder
Mensch besitzt die magnetische Kraft, allerdings in verschiedener Stärke.
Der Magnetiseur muss selbst gesund sein und genügend Kraft besitzen, um
diesen Überfluss an andere abzugeben.
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