Schon im alten China,
Arabien und in Griechenland wurden die Veränderungen auf der
Zungenoberfläche als diagnostische Möglichkeit genutzt. Allerdings muss
heute berücksichtigt werden, dass zwischen den damaligen und den heutigen
Lebens- und Essgewohnheiten der Menschen und Völker gravierende
Unterschiede bestehen, die es nicht gestatten, die alten Darstellungen
(Bilder, Graphiken usw.) über die Zunge ohne weiteres zu übernehmen. Es
mussten hier also neue Wege im Zuge der veränderten Verhältnisse
beschritten werden.
Je mehr ein Heilpraktiker allein aus den äußeren Erscheinungsbild eines
Patienten ersehen kann (Augendiagnose, Zungendiagnose, Antlitzdiagnose,
etc.), desto schneller und präziser kann er weitere Methoden zur
Befunderhebung heranzuziehen.
Mit der Zungendiagnose ist der Heilpraktiker in der Lage, sich sehr
schnell einen sicheren Überblick über den Gesamtzustand des
Verdauungstraktes zu verschaffen.
"Die Zunge ist das Schaufenster des Verdauungstraktes"