Alraune

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Die Alraune kann man als das Hexenkraut überhaupt bezeichnen. Im Altertum wurde sie gebraucht wie heutzutage das Morphium. Als Räucherwerk (Blätter) wirkt die Alraune stark enthemmend. Die reifen goldgelben Früchte der Pflanze können eine rauschhafte erotische Lust bewirken. Sie können im Mai verzehrt werden und sind entgegen der landläufigen Meinung in geringen Mengen nicht giftig.

Die magischen Wirkungen der Alraune kommen daher, weil die Form der Wurzel stark an die Menschengestalt erinnert, wird immer wieder behauptet. Ja nun, mit viel Phantasie vielleicht. Eigentlich sieht die Wurzel der Alraune aus wie eine Wurzel eben.

Die Alraune wird auch Mandragora (auf englisch Mandrake) genannt und sie ist eine der wenigen Pflanzen, über die Rocksongs geschrieben wurden. "Mandrake Root" von Deep Purple.

Historische Rezepte zum Thema Alraune gibt es viele. Sie findet Verwendung als Aphrodisiakum und als Heilpflanze bei Beklemmungen, Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen.

In der ganzen Pflanze und speziell in der Wurzel findet man Alkaloide wie Scopolamin, Atropin, Hyoscyamin, Solandrin und Mandragorin. Es muss vor der Einnahme jeglicher Pflanzenteile gewarnt werden, da die Alraune giftig ist und bei Überdosiering zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Bei unbeabsichtigter Einnahme muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Im Iran werden die Blätter und Beeren der Turkmenischen Alraune als Lebensmittel verwendet. Dennoch ist zu beachten, dass alle Teile der Alraune sehr giftig sind. Der Verzehr von nur geringen Mengen kann den Tod durch Atemlähmung zur Folge haben.

Die Alraune wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum. Bei uns ist sie kaum irgendwo zu haben. Man kann sie selber ziehen, muss die Pflanze aber im Winter mit Laub bedecken.

Hildegard von Bingen beschreibt ausführlich die magischen, die Erotik stimulierenden Kräfte, die sie mit dem Einfluss des Teufels in Zusammenhang bringt. 

Nach altem Volksglauben soll die Frucht der Alraune einen Mann verleiten, sich zu verlieben, wenn man ihm diese am St. Agnes-Abend (20.1.) überreicht. 


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