Ayahuasca

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Die Ayahuasca ist eine tropische Lianenart, die für sich genommen völlig harmlos ist. Spannend dagegen wird es, wenn man die Liane mit den Blättern des Chacruna-Strauches (Psychotria viridis) kombiniert und daraus ein Gebräu herstellt. Die Psychotria enthält den halluzinogenen Wirkstoff DMT, der allerdings vom Körper ohne größere Effekte schnell wieder abgebaut wird. Die in der Ayahuasca enthaltenen MAO-Hemmer verhindern dies und das DMT kann seine volle Wirkung entfalten.

In Form eines Getränks ist der Ayahuasca-Gebrauch in rituellen Zeremonien bekannt: Schamanen verwenden Ayahuasca für die Heilung von Kranken und in religiösen Zeremonien, um Geister zu treffen und in die Zukunft zu blicken, der Gebrauch ist von den Anden bis an die Pazifikküste von Kolumbien und Ecuador verbreitet.

Ayahuasca bewirkt unter anderem Visionen, Halluzinationen, eine Erweiterung des Bewusstseins, gesteigerte Sexualität sowie ein verschärftes Gehör. Der Gebrauch von Ayahuasca kann unter Umständen aber auch zu einem Horror-Trip führen.

Bekannte und häufige Nebenwirkungen sind Erbrechen, Durchfall oder Schweißausbrüche. Es kann zu einer verminderten Kontrolle der Motorik kommen, sowie zu Gleichgewichtsstörungen und Schwindel. In Kombination mit anderen MAO-Hemmern, insbesondere Anti-Depressiva kann Lebensgefahr bestehen.

Bei uns ist Ayahuasca nur schwer erhältlich. Wer will, kann sich die Zutaten im Internethandel beschaffen und sich den Trank in der Küche selber brauen. Damit macht man sich aber strafbar, da jede DMT-haltige Zubereitung unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. In Brasilien ist Ayahuasca legal, in Peru und Kolumbien gibt es auch keine Probleme damit.


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