Die chinesische Heilpflanzenkunde wird auch
chinesische Pharmakologie genannt.
Bei der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) handelt es sich
höchstwahrscheinlich um eine der ältesten Therapiemethoden der Menschheit.
Dies gilt gleichermaßen für die chinesische wie auch die westliche
Heilkräuteranwendung. Dementsprechend groß ist der Erfahrungsschatz.
In meiner Praxis arbeite ich sowohl mit westlichen Heilkräutern als auch mit
chinesischen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile sind aber höchst effektive
Medikamente.
In der chinesischen Heilkräuterkunde ist die Einordnung der Heilpflanzen
nach chinesischen Kriterien von Vorteil. Da gibt es zum Beispiel Pflanzen,
die Hitze, Wind oder Feuchtigkeit ausleiten oder Trockenheit befeuchten. Es
gibt Pflanzen die beruhigend oder auch anregend wirken, die Yin oder Yang
tonisieren oder auch das Qi in verschiedensten Körperbereichen in Bewegung
bringen. Demnach ist eine fundierte Kenntnis der Traditionellen chinesischen
Medizin (TCM), den Elementen und pathogenen (krankmachenden) Faktoren nötig,
um die chinesischen Pflanzen richtig anwenden zu können.
Die Heilpflanzen sprechen die substanzielle, stoffliche Ebene an und
ergänzen hier wichtige, bei Krankheiten fehlende Baustoffe des menschlichen
Stoffwechsels. Organgewebe wird aufgebaut, die Organe regenerieren sich,
Entgiftung wird eingeleitet, die Flüssigkeiten des Körpers (z.B. Blut,
Lymphe, Galle) werden aufgebaut, reguliert und wieder in Fluss gebracht.
Wegen der zugeführten Substanz ist die Wirkung der Heilkräuter
außerordentlich aufbauend und tiefgreifend und geht damit mehr in die Tiefe
als eine reine Anwendung mit Nadeln (Akupunktur).
Die chinesische Heilpflanzenkunde besticht besonders bei Krankheiten die mit
dem Blut und den Körperflüssigkeiten zu tun haben. Dabei handelt es sich um
alle Krankheiten im Frauenheilkundebereich wie z.B. Myome, Endometriose,
ausbleibende Menstruation, PAP erhöht etc. Weiterhin habe ich herausragende
Ergebnisse bei allergischen Krankheiten wie
Heuschnupfen, allergischem Asthma, Neurodermitis beobachten dürfen. Andere
Hautkrankheiten und rheumatische Erkrankungen lassen sich ebenfalls sehr gut
heilen.
Weitere Indikationsgebiete sind:
Schlaflosigkeit, Nervosität, Ängste, Prüfungsangst, Aggressionen,
Erschöpfung, Müdigkeit
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Colitis und Morbus Crohn,
Magenbeschwerden, Leber- und Gallenkrankheiten, Augenerkrankungen, Migräne,
Gelenksbeschwerden und Rückenbeschwerden, Rheuma, akute
Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Sinusitis, hoher Blutdruck,
Herzbeschwerden, Nierenerkrankungen wie Zystennieren.
Die chinesischen Pflanzen werden heutzutage in pulverisierter Form
verabreicht. Dies ist gut praktikabel für die Patienten so das die Kräuter
nahezu überall problemlos eingenommen werden können, da sie nur mit etwas
heißem Wasser aufgebrüht werden müssen. Auch ist dies sparsamer und damit
nicht mehr ganz so teuer. Um sich mit chinesischen Heilkräutern behandeln zu
lassen braucht der Patient nur ca. alle 4-5 Wochen zu einem
Behandlungstermin zu kommen, es sei denn es handelt sich um akute
Beschwerden die eine häufige Abänderung der Kräuter benötigt.
Text von:
Dagmar Amtmann, Heilpraktikerin und Yogalehrerin seit 1990
AKUPUNKTURPRAXIS KREUZBERG
Nostitzstr. 15, 10961 Berlin
Tel: 030 - 693 07 21
E-Mail: d.amtmann@gmx.net
www.akupunkturpraxis-berlin.com
zur Startseite von www.heilpraktik.de |
|
|
|