Bei
Beschaffungsproblemen heissen die Zauberwörter "Ethnobotanischer
Fachhandel", "Online Apotheke" oder "Kräutershop", die man in eine Suchmaschine eingibt.
Der
Weiße Andorn besitzt verdauungsfördernde Eigenschaften und ihm wird ganz
allgemein eine kräftigende Wirkung zugeschrieben.
Er begünstigt auch das Abhusten und lindert eine Entzündung der Atemwege.
Der Andorn enthält den Bitterstoff Marrubiin sowie ätherische Öle, Schleim,
Harze, Wachse und Gerbstoffe. Das Marrubiin begünstigt die Gallensekretion.
Verwendet werden die Triebspitzen.
Zur Anwendung kommen Fertigpräparate mit Pflanzenextrakten oder auch ein Tee
(1 EL der getrockneten Triebspitzen auf eine Tasse kochenden Wassers, bis zu
5 Tassen täglich).
Um eine Andorn-Tinktur herzustellen, übergießt man Andorn in einem
Schraubdeckel-Glas mit 40prozentigem Korn bis alle Pflanzenteile bedeckt
sind und lässt die Mischung 4 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine
dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei Mal
täglich 20 Tropfen ein.
Zur Förderung von Wundheilungen gibt man 50 Gramm der getrockneten
Triebspitzen auf einen
Liter kochendes Wasser, lässt 10 Minuten ziehen und tränkt mit dem Auszug
eine Kompresse, die man zweimal täglich warm auflegt.
Das Verbreitungsgebiet des Andorn erstreckt sich über Süd- und
Mitteleuropa. Die Blütezeit ist Juni bis August. Teilweise ist die Pflanze
auch in Nordeuropa verbreitet. Zu den bevorzugten Standorten gehören
trockene Hänge, Weiden und Wegränder, magere Wiesen und Schuttplätze.