Bei
Beschaffungsproblemen heissen die Zauberwörter "Ethnobotanischer
Fachhandel", "Online Apotheke" oder "Kräutershop", die man in eine Suchmaschine eingibt.
Der
Anis enthält das ätherische Öl Anethol, das entspannend auf die
Darmmuskulatur wirkt und die Verdauung fördert. Das Öl wirkt auch
antibakteriell, fördert den Abtransport von Schleim aus den Atemwegen und
regt bei Stillenden die Milchbildung an. Tees, Pulver und das ätherische Öl
sind problemlos in Drogerien und Apotheken erhältlich. Zur Verwendung kommen
die getrockneten Früchte der Pflanze.
In der westlichen Küche wird Anis heute vor allem in Brot und Backwaren
verwendet. Hauptsächlich wird Anis jedoch Spirituosen und Likören
beigemischt, wie etwa Sambuca, Raki, Ouzo, Absinth, Pastis und Anisette.
Die aus dem mittleren Orient stammende Pflanze wird heute rund um das
Mittelmeer angebaut. Das durch Destillation gewonnene Öl wird nur stark
verdünnt angewandt. Aus den getrockneten Früchten werden Aufgüsse
zubereitet.
Bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Husten zerquetscht man 1 Gramm der
getrockneten Samen in einem Mörser und lässt 5 Minuten in 200 ml kochendem
Wasser ziehen. Das Gefäß muss dabei abdeckt werden, die ätherischen Öle
entweichen sonst sehr schnell. Dieser Aufguss kann getrunken oder als
Dampfbad inhaliert werden.
Zu Brusteinreibungen bei Atemwegsinfekten mischt man das ätherische Anisöl
mit der 15fache Menge Olivenöl.
Vor allem bei Asthmatikern kann Anisöl allergische Reaktionen auslösen.