Fünffingerkraut

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Früher galt das Fünffingerkraut als Heilmittel für ziemlich viele Krankheiten, inklusive der Zuckerkrankheit, Krebs, Hirnhautentzündung, Epilepsie, Hepatitis und selbstverständlich kamen auch das "dicke Blut" und die "Blutreinigung" nicht zu kurz. Wissenschaftlich ist das alles nicht haltbar.

Heute beschränkt man sich aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes meist auf die Anwendung bei Magen-Darm-Katarrhen.

Einen Tee bereitet man aus zwei gehäuften Teelöffeln des getrockneten Krautes, das man mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießt. Nach zehn Minuten abseihen und 3 Tassen täglich trinken. Auch die Verwendung der getrockneten Wurzel ist möglich.

Bei normalem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Das Fünffingerkraut galt als ein Schutzkraut, das böse Geister von Haus und Hof vertreibt.

Hildegard von Bingen schreibt über das Kraut:

"Das Fünffingerkraut ist sehr warm, und sein Saft hat mäßige Feuchtigkeit, und es ist gut gegen Fieber. Nimm daher Fünffingerkraut und zerstoße es stark, und dem mische Semmelmehl mit Wasser bei wie, wenn du ein Törtchen machen wolltest, und dann mache mit etwas Baumöl oder, wenn du das nicht hast, mit etwas Mohnöl einen Teig, netze ihn, damit er weich wird, und dann bestreiche damit ein Tuch aus Hanf, und nachdem du jenes Tuch erwärmt hast, umwinde damit den ganzen Bauch des Menschen, der starkes Fieber hat. Und wenn ein halber Tag oder eine halbe Nacht verstrichen sind, nimm das Tuch weg und wärme es abermals am Feuer und lege es auf den Bauch jenes Kranken. Und tue dies oft, und die Fieber werden weichen, und es verursacht ihm Aufstoßen."
 


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