Der echte Kalmus gehört zur Familie der Aronstabgewächse, wächst nur an
den Ufern von stehenden und fließenden Gewässern und wird auch als deutscher
Ingwer bezeichnet.
Als Medikament wird der Wurzelstock verwendet. Dieser wird gewaschen,
zerkleinert und getrocknet.
Therapeutisch wird die getrocknete Wurzel bei Magen- und Darmerkrankungen
verordnet. Sie wirkt apettitanregend und verdauungsfördernd und dient auch
als Kräftigungsmittel.
Äußerlich benützt man Auszüge der Wurzel als Wasser zum Gurgeln bei
Zahnfleischerkrankungen.
Das Kauen der Wurzel ist eine alte indianische Tradition und kann
stimmungsaufhellend sein und in höherer Dosis Halluzinationen verursachen.
Verantwortlich hierfür sind die enthaltenen Alpha- und Beta-Asarone. Diese
besitzen eine dem Meskalin ähnliche Struktur und erzeugen entsprechende
Rauschzustände.
Der Kalmus enthält cis-Iso-Asaron in stark schwankenden Mengen (0%-96% im
ätherischen Öl), das sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen hat. In
den USA sind deshalb Zubereitungen, die Kalmus enthalten, verboten.
Magenbitter und Schwedentropfen enthalten oft Kalmus, man sollte also darauf
achten, dass nur geprüfte Drogen verwendet werden.