Bei
Beschaffungsproblemen heissen die Zauberwörter "Ethnobotanischer
Fachhandel", "Online Apotheke" oder "Kräutershop", die man in eine Suchmaschine eingibt.
Obwohl es süß aussieht und gut riecht, ist das
Maiglöckchen eine Giftpflanze. Das liegt am Gehalt von herzwirksamen
Glykosiden wie Convallatoxol, Lokundjosid und Convallosid. Die
Vergiftungserscheinungen äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
Schwindel bis hin zum Tod im Kollaps.
Die Maiglöckchen enthalten Stoffe, die schon seit
dem Mittelalter eine Rolle in der Medizin als pflanzliche Heilmittel
spielen. Man unterscheidet Auszüge aus:
- den Wurzeln (Radix Convallariae)
- den Blättern (Herba Convallariae)
- und den Blüten (Flores Convallariae)
Insbesondere sind es die herzwirksamen Steroide bzw.
deren Glykoside, die als Herzglykoside im Zentrum des Interesses stehen. Die
Maiglöckchenpräparate werden als Kardiaka bei der
Herzinsuffizienz/Herzschwäche eingesetzt.
Achtung: Auch das Blumenwasser kann giftig sein.