Bei
Beschaffungsproblemen heissen die Zauberwörter "Ethnobotanischer
Fachhandel", "Online Apotheke" oder "Kräutershop", die man in eine Suchmaschine eingibt.

Der Safran gilt in der westlichen Naturheilkunde als Hilfsmittel bei
Zahnungsschmerzen. Diese Anwendung ist aber durch wissenschaftliche
Untersuchungen nicht begründet.
Wenn man bedenkt, dass Safran ziemlich teuer und in höheren Dosen sogar
giftig ist, so sollte man sich lieber auf seinen Einsatz als Gewürz
oder zum Gelbfärben von Speisen beschränken.
Früher wurde Safran als Abtreibungsmittel genutzt, die dabei
erforderlichen hohen Dosierungen zeigten starke Nebenwirkungen. Von einer
Einnahme der Pflanze als Medikament wird daher abgeraten. Allenfalls sollten
nur genau dosierte Fertigpräparate zur Anwendung kommen.
Zu Gewürz verarbeitet werden die drei rötlichen Narben der Pflanze, die
ebenso lang werden wie die Blütenblätter. Die Ernte muss in Handarbeit
vorgenommen werden und ist dementsprechend aufwendig.
In der traditionellen chinesischen Naturheilkunde dagegen wird der Safran
für vielerlei Krankheitsbilder genutzt. Hier werden dem Safran folgende
Eigenschaften zugeschrieben: Er wirkt verdauungsfördernd, kreislaufanregend,
schweißtreibend, menstruationsfördernd und beruhugend. Als
Haupteinsatzgebiet gilt die stagnierende Leberenergie.
Pro Jahr werden ungefähr 200 Tonnen Safran produziert, dabei steht der
Iran mit ca. 170 bis 180 Tonnen jährlich an erster Stelle. Dies macht bis zu
91 % des Marktanteils aus.
Noch heute ist das Fälschen von Safran weit verbreitet, man sollte ihn
deshalb grundsätzlich in Fädchenform und nie gemahlen kaufen, es ist nicht
ausgeschlossen, dass man dann nur eine überteuerte Kurkuma-Mischung
erhält. Ein einigermaßen sicherer chemischer Nachweis ist das Zugeben von
Natron zu einer Lösung von etwas Safranpulver: Handelt es sich um reinen
Safran, so bleibt die Lösung gelb, enthält sie Kurkuma-Anteile, so wird sie
trübe und verfärbt sich rot.