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Die Heliotherapie - salopp ausgedrückt Sonnenbaden – wurde bis zur
Entdeckung der Antibiotika hauptsächlich bei Tuberkulose angewandt.
Heute stehen dagegen eher Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und
Neurodermitis im Vordergrund.
Die größte biologische Wirkung hat der kurzwellige UV-B-Anteil der
Strahlung und beruht zu einem großen Teil auf der Aktivierung des
Immunsystems durch das Sonnenlicht. Ein wichtiger Faktor ist dabei die
Produktion des Vitamin D, zu dessen Herstellung der Körper Sonnenlicht
benötigt. Einige Minuten pro Tag reichen dafür aus.
Fehlt die Sonne auf Dauer völlig, kann ein Vitamin-D-Mangel resultieren.
Das hat nicht nur negative Folgen für das Immunsystem, sondern auch für die
Knochensubstanz., da Vitamin D die Aufnahme von Kalzium im Darm fördert. Und
dieser Mineralstoff ist entscheidend für die Härte und Stabilität der
Knochen.
In frühindustrieller Zeit war die durch weiche und deformierte Knochen
gekennzeichnete Rachitis eine der häufigsten Kinderkrankheiten in den
lichtlosen Mietskasernen Mitteleuropas.
Eine angenehmere Therapieform als die Heliotherapie ist wohl kaum
denkbar. Sich in die Sonne legen und die Wärme auf der Haut zu spüren ist
eine Wohltat für Körper und Seele.
Allerdings soll das Sonnenlicht nicht überdosiert werden, da sonst die
UV-Strahlung zu Sonnenbränden führt und das Risiko für Hautkrebs steigert.
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