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Laut Umfrageergebnissen leiden ca. 70% der
Deutschen im Laufe ihres Lebens mehrfach oder über einen längeren Zeitraum
unter Rückenschmerzen. Dass bei der Ursachensuche und dem Therapieansatz
eine alleinige Fokussierung auf physiologische Faktoren der Komplexität
chronischer Rückenbeschwerden und -erkrankungen nicht gerecht wird und diese
daher nicht ausreicht, um Rückenschmerzen zu lindern oder bereits im Vorfeld
ihrer Entstehung zu verhindern, ist in den vergangenen Jahren durch
zahlreiche wissenschaftliche Studien hinreichend belegt worden.
Die Bemühung, die Lücken und Schwachstellen der „Klassischen Rückenschule“
zu schließen, hat zu einem Paradigmenwechsel in der Rückenschulbewegung
geführt, aus dem die „Neue Rückenschule“ hervorgegangen ist. Die „Neue
Rückenschule“ ist ein auf aktuellen Erkenntnissen basierender,
ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der Rückengesundheit und zur Prävention
bzw. Verhinderung der Chronifizierung von Rückenbeschwerden. Hinsichtlich
der konzeptionellen und inhaltlichen Ausrichtung unterscheidet sich die
„Neue Rückenschule“ daher zum Teil grundsätzlich von der „alten“
Rückenschule.
Im Gegensatz zur „Klassischen Rückenschule“, der ein bio-medizinischer
Blickwinkel zugrunde liegt, basiert die „Neue Rückenschule“ auf einem
bio-psycho-sozialen Ansatz, der wichtige mentale Aspekte der Erhaltung bzw.
Wiederherstellung der Rückengesundheit mit einbezieht. Daher werden in der
„Neuen Rückenschule“ neben der Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen
auch gesundheitsrelevante Aspekte wie Depression, Angst,
Arbeitsunzufriedenheit, Arbeitslosigkeit und weitere psychische
Stressfaktoren gründlich berücksichtigt.
Daraus ergeben sich auch für die Fortbildung der Kursleiter nach dem
ganzheitlichen Ansatz der „Neuen Rückenschule“ sowie für die
gesundheitspädagogische Ausrichtung, die Methodik und die inhaltlichen
Schwerpunkte der Rückenschulkurse tiefgreifende Veränderungen und
Erweiterungen. Dazu gehören beispielsweise die Stärkung der physischen und
psychosozialen Ressourcen, die Sensibilisierung für haltungs- und
bewegungsförderliche Verhältnisse, der Aufbau einer gesundheitsorientierten
Aktivität, die Schulung der Körperwahrnehmung und Körpererfahrung sowie das
Erlernen von Strategien zur Stressbewältigung und Schmerzbewältigung.
Die Richtlinien für die Kursinhalte der „Neuen Rückenschule“ sind im Jahr
2007 im Rahmen eines verbindlichen Curriculums durch die KddR (Konföderation
der deutschen Rückenschulen) festgelegt worden und finden breite
Unterstützung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Die Fortbildungen zum
Rückenschullehrer nach der „Neuen Rückenschule“ richten sich an
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sportlehrer, Gymnastiklehrer, Masseure
(mit Ausbildung nach 1994), Sportwissenschaftler, Psychologen und Ärzte.
Forum Gesunder Rücken - besser leben e.V.
Fortbildung
Rückenschullehrer
Postfach 3564
65025 Wiesbaden
Tel. 0611-589 38 36
E-Mail: post(at)forum-ruecken.de
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