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Schmerzen
können durch verschiedene Faktoren verursacht werden (durch Verletzungen,
Verbrennungen, Kälte, Chemikalien u.a.). Kommt die Haut mit diesen Faktoren
in Verbindung, so werden bestimmte Rezeptoren (Empfänger) erregt. Schmerzen
können aber auch durch organische Leiden, also von Innen her entstehen. Vom
Entstehungsort aus wird der Schmerzreiz über Nervenbahnen zum Gehirn
geleitet, dort nehmen wir ihn bewusst wahr. Die Nervenfasern, die alle
Informationen weiterleiten, können durch die Schmerzen so stark erregt
werden, dass sich die umgebenden Muskulatur zusammenzieht und verkrampft.
Dies führt
zu einer verminderten Durchblutung des Gewebes. Die Reizschwelle der
sensiblen Nerven und Rezeptoren wird immer weiter herabgesetzt bis sich ein
verheerender Kreislauf einstellt: Der Schmerz verursacht eine
Muskelkontraktion und Minderdurchblutung des Gewebes und diese
Stoffwechselstörungen des Gewebes erhöht wiederum den Schmerz und so weiter.
Es kommt zu einem „Circulus vitiosus“ (übertragen handelt es sich um die
Katze, die sich in den Schwanz beißt). Wenn dieser Prozess nicht
unterbrochen wird, so ist eine Heilung aus eigener Kraft nicht möglich oder
verzögert sich erheblich.
Alle Körperzellen sind von einer Flüssigkeit umgeben, durch die sie ernährt
werden und ihre Reizinformation erhalten. Jede Zelle ist nur im Zusammenhang
mit den anderen Zellen lebensfähig. Dieses „Verbundsystem“, also alles in
unserem Organismus ist untrennbar miteinander verbunden und aufeinander
angewiesen. Deshalb führt jede Störung in einem Teil des Organismus
zwangsläufig auch zu Störungen im gesamten Organismus.
Spezielle
Medikamente (Procain oder Lidocain) werden gezielt in den Bereich der
„Zellschädigung“ injiziert. Dadurch erhält die Zelle Erinnerungsreize und
kann langsam wieder ihre eigentlichen physiologischen Aufgaben wahrnehmen.
Die
Neuraltherapie (manche nennen sie auch „Heilinjektion“) hilft und heilt,
indem sie die kranken bzw. funktionsuntüchtigen Zellverbände wieder ihrer
physiologischen Aufgabe zuführt.
Der Erfolg
der Neuraltherapie resultiert daraus, dass nicht nur der kranke bzw.
funktionsgeschwächte Zellverband geheilt wird, sondern das gesamte
„Verbundsystem“ – also der Mensch in seiner Gesamtheit.
© 2001 Robert Adé
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