Prüfungsfragen für die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung
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Frage 90:

Bei welchen Krankheiten tritt ein charakteristischer Fieberverlauf auf?

1. Sepsis
2. Brucellose
3. FSME
4. Typhus abdominalis
5. Malaria

Wählen Sie eine Antwort.

A. Nur 2, 3 und 5 sind richtig
B. Nur 1, 3 und 5 sind richtig
C. 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D. 1,2,4 und 5 sind richtig
E. Alle Antworten sind richtig

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Hier geht es zur Antwort Die richtige Antwort ist: E

Antwort 1: Typisch bei einer Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung, ist meist der Fieberverlauf. Ein sog. septisches Fieber zeichnet sich durch hohe Fieberzacken auf, die einmal oder zweimal pro Tag ansteigen um danach wieder auf (fast) Normaltemperatur abzusinken.

Antwort 2: Krankheitssymptome der Brucellose sind Fieber, Nachtschweiß, Kopfschmerzen, Übelkeit. Das Fieber hält eine bis drei Wochen an, ist aber von fieberfreien Intervallen unterbrochen. Dies hat zur Bezeichnung Febris undulans („wellenförmiges Fieber“) geführt.

Antwort 3: Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, verläuft. Bei dem Großteil der Patienten treten bei einer Infektion jedoch keine Krankheitszeichen auf. Übertragen wird die Krankheit durch den Stich einer infizierten Zecke in Risikogebieten, hauptsächlich durch Ixodes ricinus, dem gemeinen Holzbock. Zwei bis 20 Tage nach der Infektion treten grippeähnliche Symptome mit Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen auf, die sich nach wenigen Tagen wieder zurückbilden. Bei 70% der symptomatischen Patienten kommt es nach etwa einer Woche zur Entfieberung und wenige Tage später zu einem zweiten Fiebergipfel mit bis zu 40°C Körpertemperatur.

Antwort 4: Die Inkubationszeit bei Typhus abdominalis beträgt, in Abhängigkeit von der Menge der aufgenommenen Erreger, meist zwei, selten auch drei oder nur eine Woche. Es kommt zunächst zu unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Mattigkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung sowie zu einem treppenförmigen Fieberanstieg (1. Woche = Stadium incrementi). Nach ca. 8 Tagen wird ein Stadium von anhaltendem hohem Fieber (Fieberkontinuum mit 40 bis 41 °C) erreicht, das über Wochen andauern kann (2.-3. Woche = Stadium fastigii).

Antwort 5: Das typische wechselnde Malaria-Fieber mit Schüttelfrost beim Fieberanstieg und Schweißausbrüchen bei Entfieberung, wird allerdings bei der schwersten Form, der Malaria tropica in der Regel nicht beobachtet. Daher kann man eine Malaria, eine Malaria tropica insbesondere, nicht allein aufgrund der Tatsache ausschließen, dass keine typische Fieberrhythmik vorliegt.

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