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Die
Symbioselenkung oder "Mikrobiologische Therapie" ist die Einflussnahme auf
die Zusammensetzung der Darmflora.
Die Flora besteht aus Mikroorganismen, die im Darm ein reichhaltiges Angebot
an Nahrungsenergie, Mineralien und Spurenelementen vorfinden und im Gegenzug
dafür den Menschen mit Vitaminen versorgen und bei der Verdauung helfen. Ein
solches System einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft nennt man
Symbiose.
Den Darm schädigende Bakterien können sich unter Umständen vermehren, z.B.
nach einer Behandlung mit Antibiotika oder einer falschen Ernährung. Dies
kann Ursache einer Vielzahl von Krankheiten sein.
Die Mikrobiologische Therapie ist eine Immuntherapie mit abgetöteten oder
lebenden und probiotischen, physiologischen Bakterien (insbesondere
Enterokokken und E. coli).
Sie soll das Immunsystem stärken.
Es wird davon ausgegangen, dass die Darmflora das Zentrum des menschlichen
Immunsystems ist, diese Ansicht wird aber von der Wissenschaft nicht
geteilt.
Die Mikrobiologische Therapie wird hauptsächlich eingesetzt zur Behandlung
von:
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Neurodermitis
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Infektanfälligkeit bei Kindern
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Schuppenflechte
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Urticaria
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten
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Stabilisation der Stoffwechsellage bei Frauen
in den Wechseljahren
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Gallenbeschwerden
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Allergien
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Rheuma
Da der Darm als das zentrale Immunorgan angesehen wird, gibt es allerdings
kaum ein Beschwerdebild für das eine Mikrobiologische Therapie nicht in
Frage kommt.
Mikrobiologische Medikamente gibt es als Tropfen zum Einnehmen oder zum
Verreiben auf der Haut.
Kontraindikationen für die Einnahme von Bakterienpräparaten zur
Symbioselenkung gibt es nicht. Bei der Injektion von Bakterienpräparaten
besteht aber grundsätzlich das Risiko eines allergischen Schocks.
Es konnte bisher nicht belegt werden, ob Bakterienpräparate überhaupt eine
Wirkung entfalten.
Von den gesetzlichen Krankenkassen werden die Therapiekosten meistens nicht
übernommen.
© 2005 Robert Adé
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