Die analytische Psychotherapie nach Carl
Gustav Jung ist eng mit der klassischen Psychoanalyse nach Freud verwandt,
unterscheidet jedoch zwischen einem persönlichem und einem kollektiven
Unterbewusstsein.
Im kollektiven Unbewussten
sind danach die Erfahrungen der Menschheit aus früheren Zeitaltern
gespeichert, die sich in Form von sogenannten Archetypen symbolisch
ausdrücken und auf das Verhalten wirken.
Diese Archetypen sind in Form von Märchen und Mythen
erhalten.
Jung war der Meinung, der Mensch müsse seine
geistigen und religiösen Bedürfnisse verwirklichen und eine Verschmelzung
mit einem höheren Selbst anstreben.
Ziel der Therapie ist nicht nur, die individuelle
Lebensgeschichte aufzuarbeiten, sondern auch ein erweitertes Bewusstsein zu
erlangen. Der Mensch soll auch seine dunklen Seiten ("Schatten") und
gegengeschlechtlichen Anteile "Animus" und "Anima") in sich integrieren.
Die Therapie dauert in der Regel drei Jahre oder
länger und bedient sich hauptsächlich der Traumarbeit.
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