Eine Verstopfung (Obstipation) liegt der Definition nach vor, wenn es
weniger als drei Mal pro Woche zum Stuhlgang kommt. Der Stuhl ist außerdem
meistens trocken und hart. Die Betroffenen klagen auch oft darüber, dass die
Darmentleerung erst durch heftiges Pressen und unter Schmerzen erfolgt.
Eine Verstopfung kann akut auftreten oder chronisch sein. Eine chronische
Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhlgang über mehr als drei Monate
regelmäßig vier Tage lang ausbleibt. Verstopfungspatienten leiden außerdem
häufig an Blähungen sowie an einem Völle- und Druckgefühl im Bauch.
Die Verstopfung kann infolge einer verzögerten Darmpassage oder aufgrund
eines gestörten Entleerungsreflexes auftreten.
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Verstopfung. Die Nahrung
ist oft arm an Ballaststoffen und enthält zu viel Fett und Zucker, zu viel
Fleisch, Käse, Eier und Süßes und macht den Darm anfällig für Verstopfungen.
Die Reiseobstipation tritt zeitlich begrenzt (meist zu Beginn der Reise)
auf. Sie ist Folge einer Umstellung der Ernährung, der veränderten Umgebung
oder der Zeitverschiebung bei einer Reise sein. Der Körper reagiert mit
einer vorübergehenden Darmträgheit.
In den meisten Fällen hilft bei Verstopfungen eine Umstellung der
Ernährung.
Empfohlen wird eine ballaststoffreiche Kost wie Getreideprodukte, Gemüse
und Salat, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Auch körperliche Betätigung regt den Darm an und verhindert so
Verstopfungen.
Außerdem gibt es wirksame Präparate mit natürlichen pflanzlichen
Bestandteilen, die die Darmtätigkeit anregen.
© 2002 Robert Adé